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Natrix tessellata
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Natrix tessellata

   

Name: Würfelnatter

Unterarten:

  • Natrix tessellata heinrothi
  • Natrix tessellata tessellata

Alte Namen:

  • Coronella tessellata
  • Coluber idrus
  • Coluber ponticus
  • Natrix tessellata
  • Coluber penttatus
  • Tropidonotus hydrus
  • Tropidonotus tessellatus
  • Tropidonotus tessellatus var. Hagenbecki
  • Tropidonotus tessellatus var. lineaticollis
  • Tropidonotus tessellatus var. nigerrima
  • Tropidonotus tessellatus
  • Natrix dunni
  • Sinonatrix dunni
  • Natrix tessellata
  • Xenochrophis tessellata

Beschreibung: Die Schlangen haben einen schmalen, spitzen Kopf und erreichen eine maximale Länge von 130 Zentimetern. Die Männchen sind deutlich kleiner. Die Färbung der Oberseite variiert, auch regional unterschiedlich, zwischen verschiedenen Grau-, Braun- und Olivtönen und kann sehr hell bis sehr dunkel wirken. Als Zeichnungsmuster finden sich in der Regel vier bis fünf Reihen meist quadratischer Flecken. Diese sind entweder alternierend angeordnet oder können zu Längsbändern oder Querbinden verschmelzen. Die Unterseite der Tiere ist weiß bis gelb gefärbt und weist ein Muster aus (blau)schwarzen, quadratischen, kontrastreich abgesetzten Flecken auf. Die Pupillen sind rund. Von der nahe verwandten Ringelnatter unterscheidet sich die Würfelnatter unter anderem durch das Fehlen mondförmiger heller Flecken am Hinterkopf.

Würfelnattern sind tagaktiv mit Schwerpunkten in den Vormittags- und den Nachmittagsstunden. Während der Vormittag zum Sonnen genutzt wird, findet am Nachmittag die Nahrungssuche statt. Dabei wird das jeweils verfügbare Artenspektrum an Fischen genutzt. In Deutschland wurde beobachtet, dass unter anderem der Gründling (Gobio gobio) zu den regelmäßigen Beutetieren gehört; aber auch verschiedene andere Arten von Karpfenfischen machen einen wesentlichen Teil der Nahrung aus. Der Beute wird entweder unter Wasser aufgelauert oder diese wird aktiv gesucht. Dann wird sie blitzschnell gepackt, mit den kleinen nadelspitzen Zähnen festgehalten und schließlich verschlungen.

Vorkommen: In Mitteleuropa ist die Schlange sehr selten. Das Verbreitungsgebiet der Art liegt in Teilen Mittel-, Süd- und Südosteuropas sowie West- und Mittelasiens. Es umfasst unter anderem Italien, Ost- und Südostösterreich, die gesamte Balkanhalbinsel, den Raum rund um das Schwarze Meer sowie das Kaspische Meer und erreicht im Osten den Westrand Chinas. Mit dem Nildelta wird auch Afrika noch knapp einbezogen. Seine größte Nord-Süd-Ausdehnung hat das Areal auf Höhe des Kaspischen Meeres, wo es von Südrussland und Nordwestkasachstan im Norden bis in den südlichen Iran im Süden reicht. Diese Schlange besiedelt klimatisch begünstigte Flussläufe und Seen in Flussauen mit hohen Fischbeständen. Die Uferzonen sollten naturnah strukturiert sein und neben krautiger Vegetation auch offene Spülsäume und Bänke aus Kies oder Schottersteinen aufweisen. Wichtig sind ferner flache, strömungsberuhigte Zonen mit hoher Sonneneinstrahlung sowie in Ufernähe Hänge mit Trockenrasen und an Unterschlüpfen reichen Felsen, Trockenmauern oder ähnlichem.

Die Würfelnatter ist die mitteleuropäische Schlange mit der stärksten Bindung an den Lebensraum Wasser. Sie kann ausgezeichnet schwimmen und tauchen und verbringt oft viele Stunden im flachen Wasser. Nur zum Sonnenbaden, zur Fortpflanzung und zur Überwinterung verlässt sie das Gewässer. Aber auch zum Verschlingen sperriger Beute, welche fast ausschließlich aus kleinen bis mittelgroßen Fischen besteht, begibt sich das Tier manchmal ans Flussufer. Wird es dabei gestört, würgt es das Beutestück wieder aus und flüchtet ins Wasser.

Gefahr: Die Würfelnatter ist ungiftig. Wenn sie sich bedroht fühlt oder ergriffen wird, gibt die Würfelnatter Zischlaute von sich. Daneben kann sie, wie die Ringelnatter, ein übelriechendes Postanaldrüsen-Sekret verspritzen und sich gelegentlich auch totstellen.

Schutz: Die Würfelnatter steht unter strengen Schutz und darf nicht gefangen und / oder getötet werden.

Literatur:

[LD-50 Diskussion] [Massnahmen] [Medizin aus Schlangen] [Schlangenwein01] [Schlangenwein02] [Schlangenwein03] [Schlangenwein04] [Schlangenwein05] [Schlangenwein06] [Schlangenwein07] [Schlangensuche] [Symptome] [Giftschlangen] [Coronella austriaca] [Hierophis viridiflavus] [Natrix maura] [Natrix natrix] [Natrix tessellata] [Zamenis longissima]

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Copyright © 2007 Ralf Rebmann
Stand: 26. Dezember 2009

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