Crotalus atrox Namen: Texas Klapperschlange, Westliche Diamantklapperschlange; Western Diamond-backed Rattlesnake; Lokale Namen: Vibora de Cascabel, Vibora Serrana, Coon-Tail Rattler Alte Namen: Crotalus confluentus Vorkommen: USA (Südost-Kalifornien, Süd-Nevada, Arizona, New Mexiko, Texas, Oklahoma, Arkansas), Mexiko Beschreibung: Die Texasklapperschlange erreicht eine Körperlänge von 1,20 bis 1,80 Metern, in Ausnahmefällen überschreitet sie auch 2,00 Meter Körperlänge. Die Körperfarbe reicht von grau bis zu einem hellen rosafarben, gelblich-grau oder ziegelrot. Auf dem Rücken trägt sie rautenförmige Zeichnungselemente ("Diamanten"), die allerdings meistens nur wenig dunkler als die Grundfärbung sind und häufig mit dieser verwischen. Die Flecken sind im Regelfall durch eine weiße Schuppenreihe abgegrenzt, diese kann jedoch fehlen oder unvollständig ausgebildet sein. An den Seiten befinden sich manchmal ebenfalls dunklere Flecken. Die Kopffärbung entspricht der Grundfärbung des Körpers, unterhalb des Auges zieht sich ein dunklerer Streifen bis in die Mundwinkel, manchmal mit zusätzlichen hellen Streifen ober- und unterseits. Der Schwanz weist als eines der Haupterkennungsmerkmale der Schlange vier bis sechs schwarz-weiß-Bänder auf, die jeweils etwa die gleiche Breite haben. Wie fast alle Klapperschlangen hat sie eine auffällige Schwanzrassel. Bei einer potentiellen Bedrohung versucht die Schlange zu fliehen oder verhält sich ruhig und vertraut auf ihre Tarnung. Wird die Bedrohung intensiver, kann die Schlange ihre Rassel zur Warnung einsetzen und dabei ein laut rasselndes Geräusch erzeugen. Danach folgt meistens bereits ein Verteidigungsbiss, der fast immer mit einer Giftinjektion verbunden ist. Toxine: Junge Tiere haben bis einem Alter bis zu ungefähr 8 Monaten eine Komponente in ihrem Gift mit einer "thrombinartigen" Aktivität. Nach den acht Monaten ist diese Komponente nicht mehr vorhanden. Erwachsene Tiere haben in ihren Toxinen eine fibrinolytische Aktivität. Die unterschiedlichen Giftzusammensetzungen machen auch die oft widersprüchlichen Darstellungen von Bissen durch Crotalus atrox erklärbar. Dementsprechend sind auch die Bisse von Jungtieren gefährlicher als von erwachsenen Tieren. Symptome: Übelkeit, Erbrechen (evtl. Hämatemesis), lokale Schmerzen und Schwellungen, z. T. hämorrhagische Blasen mit einem Durchmesser von 10 cm, wiederholte Blutdruckabfälle, Tachykardie, Erhöhung der Kapillarmeabilität mit Flüssigkeitsaustritt in den Extravasalraum, Blutgerinnungsstörungen, Blutungen aus den Punktionsstellen. Selten sind zerebrale, gastrointestinale oder Blutungen in die Niere. Das Gift greift die Blutzellen an und zerstört sie, außerdem führt es zu Gewebezerstörungen im Bereich der Bissstelle, die stark anschwillt. Diese Schlage ist für die meisten Giftschlangenbisse in Nordamerika verantwortlich. Maßnahmen: Die pressure-immobilization-Methode darf nicht angewendet werden. Die betroffene Stelle ist ruhig zustellen. Der Patient muss liegend in eine Klinik transportiert werden. Die Maßnahmen bis zur Klinik erfolgen symptomatisch. In der Klinik ist die Gerinnung mindestens bis 12 Stunden nach dem Biss wiederholt durchzuführen. Wenn zu diesem Zeitpunkt die Blutwerte im Normbereich liegen, kann eine riskante Giftapplikation ausgeschlossen werden. Es existiert ein Antivenin (CroFab). Die Gabe ist mit einer Giftnotrufzentrale abzustimmen. Literatur:
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