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Kaliumbromat
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Kaliumbromat

Chemische Formel: KBrO3
Molekulargewicht: 167.0
CAS-Nr.: 7758-01-2
RTECS-Nr.: EF8725000
UN-Nr.: 1484
EU-Nr.: 035-003-00-6
EINECS-Nr.: 231-829-8
Gefahrensymbole:
EU Einstufung: O, T
UN Klassifizierung: UN Gefahrenklasse: 5.1, UN Verpackungsgruppe: II
R-Sätze: 45-9-25
S-Sätze: 53-45
Arbeitsplatzgrenzwerte: TLV nicht festgelegt (ACGIH 1993/94), MAK-Wert nicht festgelegt (1997)
Siedepunkt (Zersetzung): 370 °C
Schmelzpunkt: 350 °C
Relative Dichte (Wasser = 1): 3.27
Löslichkeit in Wasser bei 25 °C: 7.5 g/100 ml

Eigenschaften: Die weißen Kristalle oder das Pulver wirken brandfördernd. Bei einem Kontakt mit brennbaren, oxidierenden Stoffen besteht akute Brand- und Explosionsgefahr. Beim Verbrennen oder beim Erhitzen zersetzt sich der Stoff und bildet dabei toxische Dämpfe (Brom, Sauerstoff). Dabei besteht eine erhöhte Brandgefahr. Das starke Oxidationsmittel reagiert heftig mit Ammoniumsalzen, Fett, Kohlenstoff, Metallpulver, Phosphor, Schwefel, Sulfiden und reduzierenden oder brennbaren Stoffen. Dabei besteht immer akute Brand- und Explosionsgefahr. Bei organischen Verunreinigungen können sich schlagempfindliche Gemische bilden.

Symptomatik: Der Stoff kann inhalativ oder oral aufgenommen werden und reizt die Augen, die Haut und die Atemwege. Bereits bei einer Temperatur von 20°C kommt es langsam zu einer toxischen Kontamination der Luft. Eine Einwirkung auf die Augen und / oder die Haut ist an einer Rötung und Schmerzen zu erkennen. Nach einer oralen Aufnahme kommt es zu Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Haarausfall, abdominellen Schmerzen und einer Oligurie. Eine inhalative Aufnahme führt zu Halsschmerzen und einem Husten. Bereits nach kurzen Einwirkungen sind Schädigungen am Magen-Darm-Trakt, der Nieren und des zentralen Nervensystems bei einer oralen Einnahme möglich. Alle Symptome können auch erst nach einer Latenzzeit auftreten. Der Stoff steht im Verdacht beim Menschen Krebs zu erzeugen.

Maßnahmen: Der Patient ist mit umluftunabhängigen Atemschutz aus der kontaminierten Umgebung zu retten. Jeder Patient bekommt mindestens vier Liter Sauerstoff pro Minute. Kontaminierte Kleidung ist zu entfernen und die betroffene Haut ist ausgiebig mit Wasser zu spülen. Bei einer Einwirkung auf das Auge ist dieses zu anästhesieren und sorgfältig zu spülen. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Eine klinische Überwachung hat auf jeden Fall zu erfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen: Offene Flammen und Funkenbildung ist zu vermeiden. Es darf nicht geraucht werden. Die Haut und die Augen sind mit geeigneten Schutzmaterialien zu schützen. Beim Personenschutz muss das Atemschutzgerät mindestens einen P3-Filter haben.

[Kaliumacetat] [Kaliumarsenit] [Kaliumbromat] [Kaliumchlorat] [Kaliumcyanid] [Kaliumdihydrogenarsenat] [Kaliumhexafluorsilikat] [Kaliumhydroxid] [Kaliummetabisulfit] [Kaliumnitrat] [Kaliumnitrit] [Kaliumoxid] [Kaliumsulfid] [Kaolin] [Keramikfasern] [Kerosin] [Keten] [Kohlendioxid] [Kohlenmonoxid] [Kohlenstoff] [Kohlenstoff schwarz] [Kohlenstofftetrabromid] [Kohlenstofftetrachlorid] [Krypton] [Kupfer] [Kupferarsenit] [Kupfer-8-chinolat] [Kupfernaphthenat] [Kupfer(II)orthoarsenat] [Kupfer(I)oxid]

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Copyright © 2007 Ralf Rebmann
Stand: 02. November 2007

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