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Tetraethylblei
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Tetraethylblei

Synonyme: Bleitetraethyl, TEL
Chemische Formel: Pb(C2H5)4
Molekulargewicht: 323.45
CAS-Nr.: 78-00-2
RTECS-Nr.: TP4550000
UN-Nr.: 1649
EU-Nr.: 082-002-00-1
EINECS-Nr.: 201-075-4
Gefahrensymbole:
Umweltgefahren: Sehr giftig für Wasserorganismen. Die Substanz darf aufgrund ihrer Persistenz unter KEINEN Umständen in die Umwelt gelangen! Langzeitschäden bei Wasserorganismen. Stark wassergefährdend (WGK 3). Meeresschadstoff.
EU Einstufung: T+, N
UN Klassifizierung: UN Gefahrenklasse: 6.1, UN Verpackungsgruppe: I (M)
R-Sätze: 61-62 26/27/28-33-50/53
S-Sätze: 53-45-60-61
Arbeitsplatzgrenzwerte: TLV als Pb: - ppm; 0.1 mg/m3 (Hautresorptiv) (ACGIH 1993/94). MAK als Pb: 0.05 ppm; - mg/m3; II.1; H; D (1997)
Siedepunkt (Zersetzung): 200 °C
Schmelzpunkt: -136.8 °C
Flammpunkt: c.c. 77 °C
Selbstentzündungstemperatur: > 110 °C
Relative Dichte (Wasser = 1): 1.7
Löslichkeit in Wasser: Unlöslich
Explosionsgrenzen, Vol% in Luft: 1.8

Eigenschaften: Die farblose, visköse Flüssigkeit hat einen charakteristischen Geruch und ist brennbar. Der Dampf ist schwerer als Luft. Bei Temperaturen über 77°C sind explosible Mischungen möglich. Bei einer Temperatur von mehr als 110°C und / oder Lichteinfluss bilden sich toxische Bleidämpfe. Der Stoff reagiert mit starken Oxidationsmitteln, Fetten, Halogenen, Ölen und Säuren heftig. Beschichtungsmittel, Gummi und Kunststoffe werden angegriffen. Tetraethylblei (Antiklopfmittel) kann mit Ethylendibromid und / oder Ethylendichlorid verunreinigt sein. Eine Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes ist durch den Geruch nicht feststellbar.

Symptomatik: Der Stoff kann oral, über eine Inhalation oder über die Haut (Kontaktgift!!) aufgenommen werden. Er reizt die Augen, die Haut und die Atemwege. Bereits bei einer Temperatur von 20°C kommt es zu einer gefährlichen Kontamination der Luft. Bei einer Einwirkung auf die Augen kommt es zu einer Rörung und einem verschwommenen Blick. Nach einer inhalativen Aufnahme zeigt der Patient Übelkeit, Erbrechen, Mattigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Krämpfen und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Die gleichen Symptome zeigen sich auch nach einer oralen Aufnahme. Auch bei einer kurzen Einwirkzeit sind Schädigungen des zentralen Nervensystems möglich. Sie zeigen sich durch eine Schlaflosigkeit und einer Erregbarkeit des Patienten. Herzrhythmusstörungen sind ebenfalls möglich. Geringe Mengen des Stoffes führen zu Bewusstseinsstörungen, höhere Konzentrationen können letal wirken. Ein wiederholter oder längerer Kontakt kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Maßnahmen: Der Patient ist mit umluftunabhängigen Atemschutz aus der kontaminierten Umgebung zu retten. Jeder Patient bekommt mindestens vier Liter Sauerstoff pro Minute. Kontaminierte Kleidung ist zu entfernen und die betroffene Haut ist ausgiebig mit Wasser zu spülen. Bei einer Einwirkung auf das Auge ist dieses zu anästhesieren und sorgfältig zu spülen. Bei einer oralen Aufnahme erhält der Patient 1 Gramm medizinische Kohle pro Kilogramm Körpergewicht. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Eine klinische Überwachung hat auf jeden Fall zu erfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen: Der Gefahrenbereich ist zu verlassen und ein Fachmann (Feuerwehr) muss die Gefahr einschätzen. Offene Flammen und Funkenbildung ist zu vermeiden. Es darf nicht geraucht werden. Die Haut und die Augen sind mit geeigneten Schutzmaterialien zu schützen. Beim Personenschutz muss ein gasdichter Vollschutzanzug getragen werden.

[Talk] [Tellur] [Temephos] [TEPP] [Terephthaloylchlorid] [Terephthalsaeure] [Terphenyle] [1,1,2,2-Tetrabromethan] [1,2,4,5-Tetrachlorbenzol] [1,1,2,2-Tetrachlorethan] [Tetrachlorethylen] [2,3,5,6-Tetrachlorphenol] [Tetrachlorsilan] [Tetradifon] [Tetraethylblei] [Tetraethylsilikat] [Tetrafluormethan] [Tetrafluorsilan] [Tetrahydrofuran] [Tetrahydrofurfurylalkohol] [Tetrahydrothiophen] [Tetrakaliumpyrophosphat] [Tetramethrin] [d-Tetramethrin] [Tetramethylblei] [Tetramethylsuccinonitril] [Tetranatriumpyrophosphat] [Tetryl] [Texanol] [Thallium] [Thalliumsulfat] [Theophyllin] [4-Thiapentanal] [Thioacetamid] [2-(Thiocyanomethylthio)benzthiazol] [Thioessigsaeure] [Thioharnstoff] [Thiometon] [Thiophen] [Thiophosphorylchlorid] [Thiram] [Thorium] [Titandioxid] [Titantetrachlorid] [o-Tolidin] [m-Toluidin] [o-Toluidin] [p-Toluidin] [Toluol] [2,4-Toluoldiamin] [2,4-Toluoldiisocyanat] [p-Toluolsulfonsaeure] [Triacetin] [Triallat] [1,2,4-Triazol] [Tributylamin] [Tributylphosphat] [1,2,3-Trichlorbenzol] [1,2,4-Trichlorbenzol] [1,3,5-Trichlorbenzol] [Tri-o-cresylphosphat] [1,1,1-Trichlorethan] [1,1,2-Trichlorethan] [Trichlorethylen] [Trichlorfluormethan] [Trichlornaphthalin] [2,3,4-Trichlorphenol] [2,3,5-Trichlorphenol] [2,3,6-Trichlorphenol] [2,4,5-Trichlorphenol] [2,4,6-Trichlorphenol] [2,4,5-Trichlorphenoxyessigsaeure] [Trichlorphon] [1,2,3-Trichlorpropan] [Trichlorsilan] [1,1,2-Trichlor-1,2,2-Trifluorethan] [1-Tridecanol] [Tridymit] [Trietazin] [Triethanolamin] [Triethylamin] [Triethylenglykol] [Triethylenglykoldiglycidylether] [Triethylenglykolmonobutylether] [Triethylenglykolmonoethylether] [Triethylentetramin] [Triethylphosphat] [Triethylphosphit] [Triflumizol] [Trifluoralin] [Trifluormethan] [Triisopropanolamin] [Trimellitsaeureanhydrid] [Trimethylamin] [Trimethylborat] [Trimethylchlorsilan] [3,5,5-Trimethylhexanol] [2,2,4-Trimethylpentan] [2,4,4-Trimethyl-1-penten] [2,4,4-Trimethyl-2-penten] [Trimethylphosphat] [Trinatriumphosphat] [Trinexapac-ethyl] [2,4,6-Trinitrotoluol] [Triphenylphosphin] [Triphenylphosphit] [Tris(2-Ethylexyl)phosphat]

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Stand: 02. November 2007

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