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Adiponitril
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Adiponitril

Synonyme: 1,4-Dicyanobutan, Adipinsäuredinitril, Tetramethylencyanid
Chemische Formel: CN(CH2)4CN
Molekulargewicht: 108.2
CAS-Nr.: 111-69-3
RTECS-Nr.: AV2625000
UN-Nr.: 2205
EU-Nr.: 006-007-00-5
EINECS-Nr.: 203-896-3
Gefahrensymbole:
Umweltgefahren:  Schwach wassergefährdend (WGK 1). Meeresschadstoff.
EU Einstufung: T+
UN Klassifizierung: UN Gefahrenklasse: 6.1, UN Verpackungsgruppe: III
R-Sätze: 26/27/28-32
S-Sätze: (1/2-)7-28-29-45
Arbeitsplatzgrenzwerte: TLV: 2 ppm; 8.8 mg/m3 (TWA) (Hautresorptiv) (ACGIH 1993/94). MAK als CN: - ppm; 5 (E) mg/m3; II,1; H (1997)
Siedepunkt: 295 °C
Schmelzpunkt: 1 °C
Flammpunkt: c.c. 159 °C
Selbstentzündungstemperatur: 550 °C
Relative Dichte (Wasser = 1): 0.97
Löslichkeit in Wasser: Gering
Explosionsgrenzen, Vol% in Luft: 1.7 - 4.9

Eigenschaften: Die farblose, visköse Flüssigkeit ist brennbar und reagiert heftig mit starken Oxidationsmitteln. Beim Verbrennen oder beim Erhitzen zersetzt sich der Stoff und bildet dabei korrosive und sehr toxische Dämpfe (Cyanwasserstoff).

Symptomatik: Der Stoff kann oral, über eine Inhalation oder über die Haut (Kontaktgift!!) aufgenommen werden und reizt die Haut, die Augen und die Atemwege. Bereits bei einer Temperatur von 20°C kommt es langsam zu einer toxischen Kontamination der Luft. Eine Einwirkung auf die Augen und / oder die Haut ist an einer Rötung und Schmerzen zu erkennen. Zusätzlich kommt es zu einem verschwommenen Blick. Nach einer oralen und / oder inhalativen Aufnahme zeigt der Patient abdominelle Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrung, Krämpfe und eine Dyspnoe. Bereits nach kurzen Einwirkungen kann es zu Störungen des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit kommen. Eine Exposition oberhalb des Arbeitsplatzgrenzwertes kann letal enden. Es kann auch zu Krämpfen kommen. Nach einem wiederholten oder länger andauernden Kontakt sind Schädigungen des Blutes (Anämie), des Gewebes und der Nebennieren möglich.

Maßnahmen: Der Patient ist mit umluftunabhängigen Atemschutz aus der kontaminierten Umgebung zu retten. Es kann notwendig werden den Patienten zu beatmen. Jeder Patient bekommt mindestens vier Liter Sauerstoff pro Minute. Kontaminierte Kleidung ist zu entfernen und die betroffene Haut ist ausgiebig mit Wasser zu spülen. Bei einer Einwirkung auf das Auge ist dieses zu anästhesieren und sorgfältig zu spülen. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Eine klinische Überwachung hat auf jeden Fall zu erfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen: Offene Flammen und Funkenbildung ist zu vermeiden. Es darf nicht geraucht werden. Die Haut und die Augen sind mit geeigneten Schutzmaterialien zu schützen. Beim Personenschutz muss ein gasdichter Vollschutzanzug getragen werden.

[Acetaldehyd] [Acetamid] [Aceton] [Acetoncyanohydrin] [Acetonitril] [Acetophenon] [Acetylbromid] [Acetylchlorid] [Acetylen] [2-(Acetyloxy)Benzoesaeure] [Acrolein] [Acrylamid] [Acrylnitril] [Acrylsaeure] [Adipinsaeure] [Adiponitril] [Alachlor] [Aldicarb] [Aldrin] [Allethrin] [d-Allethrin] [Allylalkohol] [Allylamin] [Allylchlorid] [Allylglycidylether] [Allylisothiocyanat] [Aluminiumhydroxid] [Aluminiumoxid] [Aluminiumphosphid] [Aluminiumsulfat] [Ameisensaeure] [Aminocarb] [o-Aminophenol] [4-Aminobiphenyl] [2-Aminopyridin] [Amitraz] [Amitrol] [Ammoniak] [Ammoniumbisulfit] [Ammoniumchlorid] [Ammoniumfluorid] [Ammoniumhydroxid] [Ammoniumnitrat] [Ammoniumoxalat] [Ammoniumphosphat] [n-Amylacetat] [sec-Amylacetat] [Anilin] [Anilinhydrochlorid] [o-Anisidin] [p-Anisidin] [Anthracen] [Antimon] [Antimonpentafluorid] [Antimontrichlorid] [Antimontrioxid] [Antimonwasserstoff] [Antipyrin] [Argon] [Arsen] [Arsenpentoxid] [Arsentrichlorid] [Arsentrioxid] [Arsin] [Ascorbinsaeure] [Atrazin] [Azinphosmethyl]

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Stand: 02. November 2007

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