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1,4-Benzoldiamin Dihydrochlorid
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1,4-Benzoldiamin Dihydrochlorid

Handelsnamen: Durafur Black RC, Fourrine 64, Fourrine DS, Pelagol CD, Pelagol Grey CD
Synonyme: 1,4-Phenylendiamin Dihydrochlorid, 1,4-Diaminobenzol Dihydrochlorid, 4-Aminoanilin Dihydrochlorid
Chemische Formel: C6H8N2·2HCl
Molekulargewicht: 181.1
CAS-Nr.: 624-18-0
RTECS-Nr.: ST0350000
UN-Nr.: 1673
Index-Nr.: 612-029-00-1
EINECS-Nr.: 210-834-9
Gefahrensymbole:
EU Einstufung: T, N
UN Klassifizierung: UN Gefahrenklasse: 6.1, UN Verpackungsgruppe: III
R-Sätze: 23/24/25-36-43-50/53
S-Sätze: (1/2-)28-36/37-45-60-61
Arbeitsplatzgrenzwerte: TLV (als 1,4-Benzoldiamin): 0.022 ppm; 0.1 mg/m3 (Haut) (ACGIH 1996/97). MAK nicht festgelegt (1998)
Löslichkeit in Wasser: Sehr gut

Eigenschaften: Die weißen bis roten Kristalle sind brennbar. In einer fein verteilten Form mit der Luft kann der Stoff explosibel sein (Staubexplosion). Beim Erhitzen zersetzt sich der Stoff und bildet dabei korrosive, toxische Dämpfe (Chlorwasserstoff, Stickoxide).

Symptomatik: Der Stoff kann oral, über eine Inhalation oder über die Haut (Kontaktgift!!) aufgenommen werden und reizt die Haut, die Augen und die Atemwege. Bereits bei einer Temperatur von 20°C kommt es sehr schnell zu einer toxischen Kontamination der Luft. Eine Einwirkung auf die Augen und / oder die Haut ist an einer Rötung und Schmerzen zu erkennen. An den Augen entsteht ein verschwommener Blick und eine anhaltende Sehbeeinträchtigung. Nach einer oralen Aufnahme zeigt der Patient. Übelkeit, Erbrechen, generalisierte Muskelkrämpfe, Mattigkeit, abdominelle Schmerzen, Schwellungen von Hals und Gesicht, Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit und Koma. Es entsteht eine zentrale Zyanose. Eine inhalative Aufnahme führt zu Kopfschmerzen, Schwindel, einem Husten und einer Dyspnoe. Bereits nach kurzen Einwirkungen kann eine Inhalation des Staubes ein Asthma verursachen. Diese asthmatischen Symptome können erst nach einer Latenzzeit auftreten. Nun sind auch Schädigungen des Blutes (Methämoglobinämie) und, nach einer oralen Aufnahme, Schädigungen des zentralen Nervensystems und der Nieren möglich. Bei einer Aufnahme des Stoffes oberhalb des MAK-Wertes sind letale Ausgänge möglich. Ein wiederholter oder länger andauernder Kontakt kann eine Sensibilisierung auslösen. Auch nun können asthmatische Beschwerden verursacht werden.

Maßnahmen: Der Patient ist mit umluftunabhängigen Atemschutz aus der kontaminierten Umgebung zu retten. Jeder Patient bekommt mindestens vier Liter Sauerstoff pro Minute. Kontaminierte Kleidung ist zu entfernen und die betroffene Haut ist ausgiebig mit Wasser zu spülen. Bei einer Einwirkung auf das Auge ist dieses zu anästhesieren und sorgfältig zu spülen. Bei dem Auftreten einer Methämoglobinbildung ist der Einsatz von Toloniumchlorid auch präklinisch erforderlich. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Eine klinische Überwachung hat auf jeden Fall zu erfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen: Offene Flammen und Funkenbildung ist zu vermeiden. Es darf nicht geraucht werden. Die Haut und die Augen sind mit geeigneten Schutzmaterialien zu schützen. Beim Personenschutz muss ein gasdichter Vollschutzanzug getragen werden.

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Copyright © 2007 Ralf Rebmann
Stand: 02. November 2007

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